Sonntag, 19. Dezember 2010

Institutionelle Theorie der Kunst

Im 20. Jahrhundert wurde der Kunstbegriff radikal in Frage gestellt. Die traditionelle Kriterien, wie Schönheit oder ästhetische Qualitäten, waren für viele Künstler außer Kraft. Bei vielen künstlerischen Arbeiten war nur das soziale Konzept in Bezug auf Kritik an der Gesellschaft wichtig und das Ziel von manchen Kunstwerken war, die konventionellen Definitionen von Kunst zu ändern, um ihre Betrachter stärker zum Nachdenken zu zwingen. Diese Änderungen haben den Begriff der Kunst so beinflusst, dass die Unterscheidung von Kunstwerk und Nicht-Kunstwerk in vielen Fällen sehr schwer oder sogar unmöglich war. Die drastische Ausweitung der Grenzen von Kunst wurde für viele Philosophen und Theoretiker zu einer Herausforderung, um die Fragen was Kunst ist und wann jemand als Künsler zählt, neu zu beantworten. Aber alle Definitionen waren umstritten. Keine Eigenschaft oder Menge von Eigenschaften konnte gefunden werden, die alle Gegenstände unter dem Begriff „Kunst“ vereint. Dieses Problem war besonders schwer zu lösen, wenn jemand sein Kunstwerk nur findet oder wählt, nicht durch seine künstlerischen Fähigkeiten etwas schafft. Was ist beispielsweise der Unterschied zwieschen die Andy Warhols „ Brillo Boxes ‘‘ (Dosen für Seife), die als Kunstgegenstände in einer Ausstellung oder einem Museum präsentiert werden, und allen anderem gleichen Brillo Boxes im Sortiment eines Supermarkts, die einfach als Alltagsgegenstände gekauft werden können? Was erlaubt Andy Warhol mit seiner Wahl ein Künstler zu sein, aber den anderen nicht?

George Dickie und ein anderer amerikanischer Philosoph, Arthur Danto, haben in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts behauptet, dass sie mit ihrer „Institutionellen Theorie der Kunst‘‘ eine überzeugende Antwort auf solche Fragen gefunden hätten. Nach ihrer Ansicht kann eine bemalte Leinwand, ein Buch, ein Musikstück oder ein gefundener Gegenstand ein Kunstwerk sein, wenn es von jemandem, z.B. von dem Künstler selbst, als Kunstwerk bezeichnet wird und von einem verständigen Kunstwelt- Publikum den Status als Kunstwerk bekommen kann. Bei dieser Theorie, ob etwas ein Kunstwerk ist, hängt die Beurteilung nicht von intrinsischen Eigenschaften wie Schönheit oder harmonischen Formen ab, sondern der Würde, die es als Kunstwerk bekommt. Aber wer kann diesen künstlerishen Status etwas oder jemandem verleihen? Hier spielt die „ Kunstwelt‘‘ ein bestimmte Rolle. Die „ Kunstwelt‘‘ besteht aus alle Institutionen, die etwas mit Kunst zu tun haben. Alle Künstler, Kunsthistoriker, Kunsttheoretiker, Museen, Galerien, Zuschauer, Journalisten, Kritiker und alle andere Institutionen, die behaupten, mit Kunst zu tun haben, können ein Teil der „ Kunstwelt‘‘ sein. Deshalb ist die „ Kunstwelt‘‘ ein soziale Institution, die sich in verschiedenen Zeiträumen und verschiedene Gesellschaften oder Kulturen ändert. Mit der Institutionellen Theorie der Kunst können viele Kunstwerke aus dem 20. Jahrhundert, die im Allgemeinen keinen Unterschied zu einem Alltagsgegenstand oder keine innerlichen ästhetischen Eigenschaften aufweisen, gerechtfertigt werden. Sie haben ihren küstlerischen Status im Namen der Kunstwelt erworben.

Maryam

Freitag, 17. Dezember 2010

Kunst und Schönheit

Haben Sie als Kunstliebhaber oft vergeblich versucht,eine bestimmte Definition für Kunst zu finden? Sind Sie ab und zu auf die Frage gestoßen,ob ein Kunstwerk unbedingt einen Zweck oder eine Aufgabe haben sollte?

Kein Wunder,wenn Sie die Fragen bejahen.Es geht nämlich vielen Menschen so wie Ihnen.

Einen Zugang zu unzähligen Büchern,die von Kunst handeln zu finden,ist heutzutage für jeden eine Selbstverständlichkeit.Beim Durchblättern mancher dieser Bücher stößt man auf Namen von Personen,die sich entweder durch ihre erbrachten,vollendeten Leistungen oder ihre grundlegenden Theorien in der Kunstgeschichte einen Namen gemacht haben.

Aristoteles,einer der angesehensten Philosophen aller Zeiten,erregte zunächst die öffentliche Aufmerksamkeit.Kunst sei die präzise Imitation der Natur .Kunst und Ästhetik seien nicht zu trennen sind seine berühmtesten Credos.

Dessen ungeachtet erschienen immer wieder Künstler,deren Kunstverständnis sich weder mit genannten Aussagen überlappte noch diesen völlig entsprach.

Den namhaften Künstler Marcel Duchamp,dessen sonderbare,ungewöhnliche Werke um 1920 zur Entstehung des Dadaismus führten,kann man in diese Schublade stecken.

Als er eine eklige Toilette als Kunstwerk ausgestellt hat,versetzte er jeden in Erstaunen.Das Werk,über das schon zu seinen Lebzeiten heftig diskutiert wurde,hat er als Protest gegen den Krieg und seine katastrophalen,grässlichen Folgen bezeichnet.

Heute ist es noch üblich ,dass Künstler ihr Kunstleben ihren politisch- sozialen Forderungen widmen, beziehungsweise die Kunst als eine Ausdrucksform verwenden.

Ich persönlich denke,dass Kunst,als sie ihren Ursprung nahm,immer einen Zweck gehabt hat.Diese Zwecke reichen bis heute von Unterhaltung über Ausdruck der innersten Gefühle bis zur direkten Beeinflussung des Zuschauers und Zuhörers.

Es ist jedoch kaum zu leugnen,dass manches Kunstwerk seine Entstehung vielmehr der Aussicht auf das schnelle und große Geld verdankt als der „reinen” künstlerischen Absicht.Derartige Werke verfügen also über keine besondere Botschaft.

Die Kunst ist lang und kurz ist unser Leben

Anita

Montag, 13. Dezember 2010

Kitsch oder Kunst?

An die künstlerischen Schöpfung, die von den sich auf Kunst beziehenden Aktivitäten –wie Nachbildungen eines Kunstwerks- abweicht, stellen sowohl die Künstler selbst als auch das Publikum sowie Philosophen und Kritiker umfangreiche Aufgaben, je nachdem, welche Anschauungen sie zu Kunst vertreten. Diesbezüglich beleuchtet man die Aufgaben der Kunst erst, wenn man auf die unerlässliche Frage eingeht, was Kunst ist.

Während alle sich darüber einig sind, dass Kunst im engeren Sinne die Gesamtheit des vom Menschen Hervorgebrachten bezeichnet , lässt sich über den Aspekt Schönheit weitaus mehr streiten. Wer Kunst als etwas Schönes definiert, geht davon aus, dass es die Aufgabe der Kunst sein muss, immer die makellose Schönheit darzustellen. Dass sich erhebliche Abweichungen zwischen Definitionen solcher ästhetischen Begriffe (Schönheit) in verschiedenen Kulturen und Epochen feststellen lassen, ist jedoch festzuhalten.

Da die Definitionen sich auf die Punkte stützen, die sich von einem Bereich zum anderen unterscheiden, ist eine umfassende sowie den Eigenschaften aller Kunstbereiche gemäße Begriffsbestimmung der Kunst und ihrer Aufgabe illusorisch: Während Poesie und Musik sich gut dafür eignen, menschlichen Gefühlen besondere Ausdruckskraft zu verleihen , ist Architektur dazu wohl außerstande. Sowie Literatur - Wort im weitesten Sinn- in der Lage ist, auf Leser erzieherisch und moralisch einzuwirken, kann instrumentale Musik bzw. abstrakte Kunst dies indessen nicht.

Dem Einfluss entsprechend, den der Künstler auf das Publikum ausüben will, sollten sich Schönheit, Moral usw. meines Erachtens auf das Kunstwerk übertragen lassen. Somit kann Kunst die Eingebung des Künstlers widerspiegeln. Demzufolge muss Kunst nicht schön sein, wo sie etwas Schlimmes darstellt. Die unangemessene Anwendung solcher äußerst entscheidender Faktoren -wie Schönheit- führt nicht zu Kunst sondern vielmehr zu Kitsch.

1 - Der Brockhaus multimedial. Brockhaus AG 2005
2 - Sheppard, Anne. Aesthetics, introduction to the philosophy of Art, S. 11


Mina
Kunst für den Menschen
Je nachdem, wie man im Begriff ist, Kunst zu definieren, variiert gleichfalls ihr Zweck. Handelt es sich dabei, z.B. Platons Erachten nach, um etwas angesichts seiner mangelnden Übereinstimmung mit den nackten Tatsachen die Wahrheit Verdeckendes, bildet ihr Ziel den Sophisten zufolge die Vorspiegelung verdrehter Fakten und demnach hatten die Künstler keinen Platz in ,, Megnazia", Platons Utopia.
Das Imitieren der Wirklichkeit (μιμεσις) halten jedoch manche wie Aristoteles keineswegs für eine Vortäuschung , sondern für einen natürlichen Trieb des Menschen, mithilfe dessen Beherrschung meist die moralische Richtung (καδαρσις) unserer Gefühle zustande kommen kann, z.B. in der Tragödie dadurch, dass sich die Zuschauer in die Rolle der mit ethischen Dilemmata konfrontierten Hauptfiguren versetzen, was hervorrufen mag, dass die Betrachter sich in ähnlichen Fällen einsichtiger respektive entschlossener verhalten. Davon lässt sich klar darauf schließen, dass die Kunst aus diesem Blickwinkel der Hebung der Moral gilt.
Als Reaktion auf solch eine zweckgebundene Sicht wurde die Theorie ,, Kunst für Kunst" aufgestellt, nach der jeder Zweck, von Moral bis einschließlich zur vor allem vom französischen Existenzialismus bearbeiteten ,,gesellschaftlichen Verantwortlichkeit", bis auf die Kunst selbst sie von ihrer Identität entfremdet, ganz zu schweigen von materielle Zwecke.
Den Befürwortern dieser Auffassung einen Tadel erteilend sehe ich allerdings die Kunst immerhin als ein Mittel an, vermöge dessen ein/e KünstlerIn imstande ist, etwas, wovon man nicht sprechen kann, ohne darüber zu schweigen, darzustellen bzw. zu spielen. Dabeikommt man aus sich selbst heraus, steht voll Hasses oder Narzissmus seinem sein Inneres reflektierenden Werk gegenüber und sich fragt, ob das Höllische oder Idyllische blühen zu lassan oder totzuschweigen ist. Wofür und wie man sich auch entscheidet, die Kunst muss zunächst den Menschen, der ein weitesmöglich mit seinen konkreten Merkmalen übereinstimmendes Urbild verkörpert, seine Nöte, Laster und Tugenden veranschaulichen, wo das Mittel den Zweck am allerschönsten heiligt.
Hassan

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Was hinter der geheimnisvollen Kunst steckt?

Wie umfassend könnte folgende Ansicht sein. ,, Kunst ist Schönheit“.

Was aber ist unter Schönheit zu verstehen?

Diese reizvolle, den Betrachter anziehende Schönheit beflügelt die Menschheit immer wieder zum Träumen, genauer gesagt zum Sich-Verlieren in ihren unerreichbaren Wünschen. Diese Reaktion des Betrachters ist zwar von großer Bedeutung, darf jedoch nicht als Maßstab für ein Kunsturteil gelten.

Andererseits bezeichnen manche Kunst als Mittel zum Erreichen eines moralischen Ziels, das ein Künstler durch seine einflussreichen sich in ausdrucksstarken künstlerischen Werken verbergenden Auffassungen ansteuern beziehungsweise verbreiten kann. So kann er mittels seiner Schöpfung einen Zugang zum Inneren des Betrachters finden. Ist aber diese angestrebte Moral überall auf der Welt gleich zu bewerten? Zumal moralische Aussagen über Kunst nicht unter allen Aspekten einheitlich sind, lassen sich Einwände gegen diese Einstellung erheben.

,,Zu welcher Kunstrichtung der Schöpfer eines Kunstwerks auch gehört, so imitiert er gleichsam die Natur und alle sich in ihr befindlichen Wahrheiten.“ Entgegen der oben genannten Ansicht vertreten einige diese Meinung .Aufgrunddessen dürfte sich reine Wahrheit entweder im positiven oder negativen Sinn in einem Kunstwerk widerspiegeln und genau wie ein sakrales Kunstwerk mit Wertschätzung und Respekt betrachtet werden. Und noch eine weitere gängige Erklärung dazu: Kunst ist sowohl die Darstellung des Gefühls eines Menschen als auch seines Verständnisses vom Leben und der Welt –also seinem eigenen Lebensraum.

Hinsichtlich derart zahlreicher Aussagen kann Kunst nicht in einem einzigen Satz definiert werden, da nicht auf alle ihre unzähligen Seiten und Facetten eingegangen werden kann. Eine Kombination aller Meinungen mit gleichzeitig klarer Aussage könnte Kunst so reizvoll darstellen, dass sich der Mensch nicht nur aus eigenem Interesse der Kunst widmen, sondern vielmehr mit anderen darüber sprechen und sie interpretieren würde.

Saeedeh

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Das ist Kunst

von Kayvan


Ein Begriff, auf den in den letzten Jahrzenten viel Wert gelegt worden ist, ist Kunst. Seit ihrer Entdeckung, haben sich viele die Mühe gegeben, davon eine allgemeine, klare Definition zu geben: „Die Leichtigkeit des Seins in Farbe und Form”, „Kommunikation mit gestalterischen Mitteln”, oder kurze und knappe Definitionen wie „Kunst ist Reaktion” und „Kreativität ist Kunst.” 
Bei genauer Betrachtung lässt sich feststellen, dass es an einer allgemeinen, klaren Definition von Kunst fehlt und das überrascht mich überhaupt nicht. Kunst ist meiner Auffassung nach ein relativer Begriff, von dem jeder ein unterschiedliches Verständnis haben kann. Sie ist zu mannigfaltig, als dass man sich auf einen allgemeinen "Zweck" festlegen könnte. Manche Künstler wollen durch ihre Kunst ihre Gefühle und Gedanken darstellen, wie der bekannte Dichter, Goethe gesagt hat: „Bilde, Künstler! Rede nicht!/ Nur ein Hauch sei dein Gedicht.” Für manche ist sie eine Zuflucht, womit sie  sich von der Welt zurück ziehen und entfernen können.
Ich bin der Ansicht, dass Kunst eine Ausdrucksform ist; eine Einladung zur Kommunikation, aber das ist nicht alles. Kunst kann Gefühle erregen, kann inspirieren, kann einem die Augen öffnen, und lässt uns vor allem den Alltag vergessen. Dass ein Bereich so viele positive Wirkungen haben kann, finde ich ganz außerordentlich. Das könnte eben nichts anderes als Kunst sein.

„Vielleicht ist die Kunst das Gespräch der Welt mit sich selbst - durch das Medium Künstler.“
Norbert Kricke (*1922), dt. Plastiker

Montag, 6. Dezember 2010

Allgemeine Wehrpflicht

Als Befürworter T. Hobbes' Theorie eines ,,natürlichen Kriegszustands" , skeptisch gegenüber einer utopisch gerechten Welt, in der sich kein Krieg ereignet, nehme ich teilweise an, dass die Militarisierung durch allgemeine Wehrpflicht der Gesellschaft gelegentlich von Nutzen gewesen ist. In Hinblick auf ihre überwiegenden Nachteile vertrete ich jedoch die Ansicht, dass die Existenz solch einer Wehrpflicht heutzutage jeder Grundlage und Logik enbehrt.
Aber was oft als ihre vorteilhaften Ziele erwähnt wird, kann man m.E. durch weitaus bessere Alternativen durchsetzen. Mir fällt hier ein Beispiel ein, und zwar was in den USA läuft. Nicht alle, sondern ein professionell bewaffnetes Militär muss sich dazu verpflichten, im angesichts der sich zurzeit mit der Sicherung des Weltfriedens beschäftigenden Organisationen wie UN oder NATO usw. selten vorkommenden Kriegsfall die Heimat zu verteidigen. Andererseits steht es in manchen Ländern zur Wahl ,den Wehrdienst im sozialen Bereich abzuleisten, was der derzeitigen Gesellschaft im Vergleich zu anderen Wahlmöglichkeiten optimalen Nutzen bringt bzw. ihre Bedürfnisse deckt, vorausgesetzt, dass dieser Zivildienst den jungen Männern in keinster Weise aufgezwungen wird, andernfalls wird er so gut wie keinen Unterschied zu der häufig von totalitären Staatsformen herrührenden ,,allgemeinen Wehrpflihct" aufweisen.
Im Iran herrscht aber völlig andere Lage. Abgesehen vom Machthunger unserer Regierungschefs und ärgeren Umständen unserer Wehrpflicht sind wir Iraner mit einigem Komplizierten konfrontiert. Einerseits hält die islamische Tradition einen Krieg für heilig, auf dem Weg Gottes und deswegen zu fallen, soger für den kürzesten Weg zum Paradies! Zum anderen müssen wir unsere tragische, zu missdeutende, sich während der Revolution und des 8-jährigen Krieges vollzogene Vergangenheit bewältigen.
Bei etlichen Diktatoren im Dienst zu stehen oder infolge der Wehrdienstverweigerung zu einem der gegen die religiösen, heimischen Gesetze Verstoßenden gezählt zu werden, wofür soll ich seelisch und geistig Friedliebender mich entscheiden?
Hassan

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Eine wahre Fundgrube: Kunstschätze aus aller Welt

Zu einer Ausstellung in Teheran

Von 16. bis 31. Oktober 2010 findet eine Gruppenausstellung von Malerei im Teheraner Museum für zeitgenössische Kunst statt. Die Ausstellung bietet in acht Sälen und einer Eingangshalle bemerkenswerte Exponate wie Gemälde, Zeichnungen, Grafiken, Skulpturen, Installationen und Fotografien von über 30 Kunstschaffenden des 19. und 20. Jahrhunderts.

In der Eingangshalle werden aus verschiedenen Nationen stammende Künstler des 19. Und 20. Jahrhunderts vorgestellt. In diesem Rundraum wird das Portrait und auch die Biografie jedes Künstlers dargestellt, damit sich die Besucher über die Lebensweise, den Stil und die Kunstart der Künstler informieren können.

Der Besucher trifft auf seinem Rundgang durch die 8 Säle auf viele Meisterwerke. In verschiedenen Räumen werden vielfältige, lobenswerte Gemälde aller Stilrichtungen wie Expressionismus, Kubisumus, Impressionismus und Realismus präsentiert. Unter jedem Gemälde steht eine kleine Beschreibung desselben. Eine reiche Auswahl an ästhetischen Gemälden von Camille Pissarro, bizarren Meisterwerken von Pablo Picasso, faszinierenden Zeichnungen von Vincent van Gogh und exotischen Bildern von Wassily Kandinsky sind nur ein Teil dieser imposanten Ausstellung. Bei stilvoller Beleuchtung, schöner Einrichtung der Säle und leise erklingender klassischer Musik wie „Der goldene Herbst“ von Faribors Latschini genießt man nicht nur seinen Rundgang, sondern vielmehr die beruhigende Atmosphäre der Ausstellung.

Neben dem imposanten Ausstellungsgebäude befindet sich ein kleines Cafe, wo sich die Besucher hinsetzen und unterhalten können.

Ohne Zweifel ist diese Ausstellung eine der interessantesten in unserer Nähe. Wenn Sie ein Kunstliebhaber sind, lohnt es sich diese Ausstellung zu besuchen.

Teni.

Freitag, 26. November 2010

Eine Fülle von imposanten Kunstwerken

Die Architektur dieses von Kamran Diba entworfenen Museums ist stark beeinflusst von Tradition, Modernität und philosophischem Gedankengut. Das Museum besteht aus acht Galerien, die die Besucher kreisförmig durch die Ausstellung lenken, so dass diese am Ende der achten Galerie wieder im ersten Saal stehen.

Es beherbergt gigantische Zeichnungen, Gemälde, Collagen und Skulpturen, die im 19. und 20. Jahrhundert entstanden. Mindestens zwanzig Bilder von weltberühmten Künstlern, deren Werke in dieser Sammlung vertreten sind, hängen an den Wänden des ersten Raums. Mich interessierten neben diesen qualitativ hochwertigen Bildern ganz besonders die vielen detaillierten Informationen, mit denen man sich auf die jeweiligen Kunstwerke einstimmen konnte.

Die Schwerpunkte der Sammlung reichen von Werken des Impressionismus und Expressionismus über Kubismus und Surrealismus bis zu abstrakter Kunst. Je nachdem, woran sich die Kunstwerke stilistisch orientieren, ist das Museum mit fünf verschiedenen angeordneten Sälen ausgestattet.

Momentan schmückt eine Reihe berühmter Bilder von Picasso, Pollock, Kandinsky, Wahrhol die Ausstellungsräume. Während die Einzigartigkeit mannigfaltiger Plastiken die Besucher anlockt, beeinträchtigt das mangelnde Arrangement der raffinierten Exponate den Kunstgenuss und somit gleichsam die Schönheit und Attraktivität der Sammlung. Zum Beispiel befindet sich ein Kunstwerk von Fernandez in einem Glaskasten ganz am Ende eines Ganges an der Wand, das gar nicht zu sehen ist, es sei denn, ein Angestellter des Museums erzählt den Besuchern davon, aber leider verfügt es über keine kompetenten Angestellter, die einen in die Geheimnisse der Kunstwerke einweihen könnten.

Zudem gab es da weder entsprechende musikalische Untermalung noch adäquate Beleuchtung in den Räumlichkeiten der Ausstellung.Dennoch würde ich einen Besuch der Ausstellung allen Liebhabern moderner Kunst empfehlen.

Da es mich interessiert zu wissen, was für ein Gefühl Teppichknüpfer mit ihrem Handwerk vermitteln, würde ich mich über einen Besuch in einem Teppichmuseum sehr freuen.

Von Saeedeh Ghazi