Dienstag, 10. Mai 2011

Generationenkonflikt: eine Frage der Zeit


Generationenkonflikt ist ein heißes Eisen, das nichts von seiner Brisanz verloren hat, denn jeder von uns hat zumindestens einmal im Leben Erfahrungen damit gemacht. Unter diesem Begriff versteht man Missverständnisse und Streit zwischen Eltern und Kindern, die innerhalb der Familie auftreten und deren Ursache der Altersgegensatz ist.

Eltern sollten Kinder in eine Lebenslage versetzen, in der sich die Kinder nicht beschränkt sondern unterstüzt fühlen, allerdings wird die Schuld nicht immer auf die Eltern, sondern häufig auch auf die Kinder abgewälzt, weil die Kinder in einem bestimmten Alter immer die beleidigte Leberwurst spielen. Sie verhalten sich so, als ob sie die Opfer einer konfliktbeladenen Atmosphäre wären und niemand sie jemals verstehen würde.

Eltern sollten begreifen, dass Kinder einen Drang verspüren, mit Gleichaltrigen zu kommunizieren. Es ist nichts Schlechtes, dass Kinder sich mehr für ihre Freunde als ihre Eltern interessieren! Sie sind doch Kinder! Die Eltern können sich meistens nicht auf ihre pubertierenden Kinder verlassen, aber sie müssen verstehen, dass die Kinder sich selbst Fehler zugestehen dürfen, und darauf sollte nicht mit Druck reagiert werden! Eltern müssen die Zähne zusammenbeißen bis die Kinder aufgewachsen sind und auf ihre eigenen Beinen stehen.

Zum Schluss muss in aller Kürze das Statement berührt werden, dass an jedem Problem beide Seiten Schuld haben. Das Geheimnis eines glücklichen Lebens liegt darin, Probleme mit Verständnis und Takt nachzuvollziehen und dann ihnen mit Geduld und Lust nachzugehen. Ein lustbetonteres Leben im Kreis der Familie! Was für ein beglückende Vorstellung!

Sonntag, 8. Mai 2011

Ein häufiges Thema, unabhängig von jeglicher Kultur, in jeder Gesellschaft sind die immer zuzunehmen scheinenden Konflikte zwischen Jugendlichen und Älteren. Je höher die Geschwindigkeit der Entwicklung einer Gesellschaft, desto tiefer scheint der Abgrund zwischen verschiedenen Generationen zu sein.

Im Allgemeinen sagt man in der Soziologie, dass jede Epoche den ihr Zugehörenden ihre eigene Einstellung aufdrückt und der Hauptrahmen der Gedanken und die geltenden gesellschaftlichen Konventionen überhaupt unabhängig von jedem Einzelnen gebildet werden. Dementsprechend ist die Verschiedenheit zwei aufeinander folgender Generationen unvermeidbar und nicht zu übersehen.

Wie bei allen Konflikten kann die Auseinandersetzung der zwei Generationen beziehungsweise zwischen Jugendlichen und Älteren Aussicht auf einen Kompromiss haben, indem die beiden Parteien zunächst die Sprache der anderen zu verstehen versuchen. Hier soll die Sprache das Denken heißen, wie Sprachphilosophen das meinen, wenn sie Denken ohne die Sprache unmöglich finden. Das Verstehen der Probleme der Jugendlichen von Älteren und das Sichhineinversetzen in die Lage der Älteren von Jugendlichen sind auf jeden Fall die nächsten Schritte, eine Lösung zu finden und nur das darauf basierende Gespräch kann zu einem etwaigen Kompromiss führen. Ein gutes und einfaches Beispiel dafür sind die verschiedenen Arten der Kleidung. Jugendliche leben unter anderen Bedingungen als Älteren und ihre Vorstellungen von Kleidung bilden sich unter anderen gesellschaftlichen und kulturellen Kriterien als denen, die die Auswahleinstellung von Älteren bestimmten und noch bestimmen. Wie können sie sich einigen? Die Toleranz von Älteren gegenüber der Lebensart der Jugendlichen und der Respekt von Jugendlichen gegenüber Älteren dürften die Idee eines friedlichen Zusammenlebens enthalten.

Abschließend lässt sich sagen, dass man den Unterschied zwischen Älteren und Jugendlichen anerkennen sollte, um überhaupt besser miteinander umgehen zu können. Die Fähigkeit, die Situation der anderen, und ihre psychologischen Umstände nachzuvollziehen, sind der Weg zu einer eventuell problemlosen Beziehung.

Morteza!

Sind Männer vom Mars und Frauen von der Venus?

Ein prüfender Einblick in den Alltag ergibt, dass die Kommunikation zwischen Männern und Frauen von sich aus missverständlich sein kann. Das beruht wohl zum Teil auf unterschiedlichen Sprachmuster, denen sie folgen. Aus den Ergebnissen von linguistischen Forschungen lassen sich die untenstehenden Unterschiede folgendermaßen folgern:

Frauen neigen eher zu verbalorientierten, kürzeren Aussagen, wogegen sich der männliche Sprachgebrauch mehr auf Substantive beschränkt. Genauer betrachtet, streben Frauen sich, vielmehr an ihrem Sprechpartner orientierend, unter Zuhilfenahme von rückversichernden Sprachmitteln mehr einen Konsens an. Bei Männern steht hingegen der Wettbewerbsaspekt im Vordergrund, der auf ihre vertikalen Vernetztheiten zurückzuführen ist.

Aber von Experten stark empfohlen sollte zu Gunsten des Zustandebringens einer kommunikativen Einigung zwischen Männern und Frauen nicht nur auf die Verallgemeinerung solcher Geschlechterrollen verzichtet werden, sondern sollten auch die Gesprächspartner angesichts der wissenschaftlichen Resultate je nach den Kommunikationsgegebenheiten einen weiblichen oder männlichen Sprachstil gebrauchen, welches Geschlecht sie auch haben mögen.
Ich persönlich stehe auf dem Standpunkt, dass geschlechtsspezifische Interaktionsverhalten in mancher Hinsicht voneinadnder abweichen und stark von den jeweiligen kulturellen Umständen geprägt sind. Das ist wie folgt zu verdeutlichen: Die Art und Weise von sozialer Gleichberechtigung beider Geschlechter spiegelt sich im Sprachverhalten.

Kommunikationsforschungsthemen wie die Verteilung der Redezeit, die Bestimmung des Gesprächsthemas usw. zeigen, wie reif sich die Leute ihrem Gegenüber in Gesellschaften verhalten.

Diesbezüglich muss ich leider feststellen, dass sich die Gesprächskultur hierzulande eher männlich gestaltet, und daher führen vorurteilshafte Einstellungen gegenüber den weiblichen Gesprächspartnerinnen hier zu frühzeitigen, meist ungerechten Schlussfolgerungen des Gesprächs, obwohl sich die junge Generation (abgesehen von ihrem Geschlecht) immer für Ebenbürtigkeit einsetzt.

Solange nicht jeder zur Erkenntnis gelangt, dass Frauen und Männer tendenziell verschiedene Sprachverwendungen haben, ist der Umgang mit Unterschieden sowie dadurch entstehenden Problemen meines Erachtens nicht vorstellbar, ganz zu schweigen von einem bewusst gewählten Einsatz von Sprachstilen je nach Situation.

Um Kommunikationsbarrieren zu überwinden bzw. besser miteinander kommunizieren zu können, sind sowohl gewählte sowie situationsgemäße Sprachmittel meiner Auffassung nach äußerst wichtig, als auch auf den Tatsachen basierende Interpretationen der Aussagen.

Mina