Donnerstag, 9. Dezember 2010

Was hinter der geheimnisvollen Kunst steckt?

Wie umfassend könnte folgende Ansicht sein. ,, Kunst ist Schönheit“.

Was aber ist unter Schönheit zu verstehen?

Diese reizvolle, den Betrachter anziehende Schönheit beflügelt die Menschheit immer wieder zum Träumen, genauer gesagt zum Sich-Verlieren in ihren unerreichbaren Wünschen. Diese Reaktion des Betrachters ist zwar von großer Bedeutung, darf jedoch nicht als Maßstab für ein Kunsturteil gelten.

Andererseits bezeichnen manche Kunst als Mittel zum Erreichen eines moralischen Ziels, das ein Künstler durch seine einflussreichen sich in ausdrucksstarken künstlerischen Werken verbergenden Auffassungen ansteuern beziehungsweise verbreiten kann. So kann er mittels seiner Schöpfung einen Zugang zum Inneren des Betrachters finden. Ist aber diese angestrebte Moral überall auf der Welt gleich zu bewerten? Zumal moralische Aussagen über Kunst nicht unter allen Aspekten einheitlich sind, lassen sich Einwände gegen diese Einstellung erheben.

,,Zu welcher Kunstrichtung der Schöpfer eines Kunstwerks auch gehört, so imitiert er gleichsam die Natur und alle sich in ihr befindlichen Wahrheiten.“ Entgegen der oben genannten Ansicht vertreten einige diese Meinung .Aufgrunddessen dürfte sich reine Wahrheit entweder im positiven oder negativen Sinn in einem Kunstwerk widerspiegeln und genau wie ein sakrales Kunstwerk mit Wertschätzung und Respekt betrachtet werden. Und noch eine weitere gängige Erklärung dazu: Kunst ist sowohl die Darstellung des Gefühls eines Menschen als auch seines Verständnisses vom Leben und der Welt –also seinem eigenen Lebensraum.

Hinsichtlich derart zahlreicher Aussagen kann Kunst nicht in einem einzigen Satz definiert werden, da nicht auf alle ihre unzähligen Seiten und Facetten eingegangen werden kann. Eine Kombination aller Meinungen mit gleichzeitig klarer Aussage könnte Kunst so reizvoll darstellen, dass sich der Mensch nicht nur aus eigenem Interesse der Kunst widmen, sondern vielmehr mit anderen darüber sprechen und sie interpretieren würde.

Saeedeh

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Das ist Kunst

von Kayvan


Ein Begriff, auf den in den letzten Jahrzenten viel Wert gelegt worden ist, ist Kunst. Seit ihrer Entdeckung, haben sich viele die Mühe gegeben, davon eine allgemeine, klare Definition zu geben: „Die Leichtigkeit des Seins in Farbe und Form”, „Kommunikation mit gestalterischen Mitteln”, oder kurze und knappe Definitionen wie „Kunst ist Reaktion” und „Kreativität ist Kunst.” 
Bei genauer Betrachtung lässt sich feststellen, dass es an einer allgemeinen, klaren Definition von Kunst fehlt und das überrascht mich überhaupt nicht. Kunst ist meiner Auffassung nach ein relativer Begriff, von dem jeder ein unterschiedliches Verständnis haben kann. Sie ist zu mannigfaltig, als dass man sich auf einen allgemeinen "Zweck" festlegen könnte. Manche Künstler wollen durch ihre Kunst ihre Gefühle und Gedanken darstellen, wie der bekannte Dichter, Goethe gesagt hat: „Bilde, Künstler! Rede nicht!/ Nur ein Hauch sei dein Gedicht.” Für manche ist sie eine Zuflucht, womit sie  sich von der Welt zurück ziehen und entfernen können.
Ich bin der Ansicht, dass Kunst eine Ausdrucksform ist; eine Einladung zur Kommunikation, aber das ist nicht alles. Kunst kann Gefühle erregen, kann inspirieren, kann einem die Augen öffnen, und lässt uns vor allem den Alltag vergessen. Dass ein Bereich so viele positive Wirkungen haben kann, finde ich ganz außerordentlich. Das könnte eben nichts anderes als Kunst sein.

„Vielleicht ist die Kunst das Gespräch der Welt mit sich selbst - durch das Medium Künstler.“
Norbert Kricke (*1922), dt. Plastiker

Montag, 6. Dezember 2010

Allgemeine Wehrpflicht

Als Befürworter T. Hobbes' Theorie eines ,,natürlichen Kriegszustands" , skeptisch gegenüber einer utopisch gerechten Welt, in der sich kein Krieg ereignet, nehme ich teilweise an, dass die Militarisierung durch allgemeine Wehrpflicht der Gesellschaft gelegentlich von Nutzen gewesen ist. In Hinblick auf ihre überwiegenden Nachteile vertrete ich jedoch die Ansicht, dass die Existenz solch einer Wehrpflicht heutzutage jeder Grundlage und Logik enbehrt.
Aber was oft als ihre vorteilhaften Ziele erwähnt wird, kann man m.E. durch weitaus bessere Alternativen durchsetzen. Mir fällt hier ein Beispiel ein, und zwar was in den USA läuft. Nicht alle, sondern ein professionell bewaffnetes Militär muss sich dazu verpflichten, im angesichts der sich zurzeit mit der Sicherung des Weltfriedens beschäftigenden Organisationen wie UN oder NATO usw. selten vorkommenden Kriegsfall die Heimat zu verteidigen. Andererseits steht es in manchen Ländern zur Wahl ,den Wehrdienst im sozialen Bereich abzuleisten, was der derzeitigen Gesellschaft im Vergleich zu anderen Wahlmöglichkeiten optimalen Nutzen bringt bzw. ihre Bedürfnisse deckt, vorausgesetzt, dass dieser Zivildienst den jungen Männern in keinster Weise aufgezwungen wird, andernfalls wird er so gut wie keinen Unterschied zu der häufig von totalitären Staatsformen herrührenden ,,allgemeinen Wehrpflihct" aufweisen.
Im Iran herrscht aber völlig andere Lage. Abgesehen vom Machthunger unserer Regierungschefs und ärgeren Umständen unserer Wehrpflicht sind wir Iraner mit einigem Komplizierten konfrontiert. Einerseits hält die islamische Tradition einen Krieg für heilig, auf dem Weg Gottes und deswegen zu fallen, soger für den kürzesten Weg zum Paradies! Zum anderen müssen wir unsere tragische, zu missdeutende, sich während der Revolution und des 8-jährigen Krieges vollzogene Vergangenheit bewältigen.
Bei etlichen Diktatoren im Dienst zu stehen oder infolge der Wehrdienstverweigerung zu einem der gegen die religiösen, heimischen Gesetze Verstoßenden gezählt zu werden, wofür soll ich seelisch und geistig Friedliebender mich entscheiden?
Hassan