Freitag, 26. November 2010

Eine Fülle von imposanten Kunstwerken

Die Architektur dieses von Kamran Diba entworfenen Museums ist stark beeinflusst von Tradition, Modernität und philosophischem Gedankengut. Das Museum besteht aus acht Galerien, die die Besucher kreisförmig durch die Ausstellung lenken, so dass diese am Ende der achten Galerie wieder im ersten Saal stehen.

Es beherbergt gigantische Zeichnungen, Gemälde, Collagen und Skulpturen, die im 19. und 20. Jahrhundert entstanden. Mindestens zwanzig Bilder von weltberühmten Künstlern, deren Werke in dieser Sammlung vertreten sind, hängen an den Wänden des ersten Raums. Mich interessierten neben diesen qualitativ hochwertigen Bildern ganz besonders die vielen detaillierten Informationen, mit denen man sich auf die jeweiligen Kunstwerke einstimmen konnte.

Die Schwerpunkte der Sammlung reichen von Werken des Impressionismus und Expressionismus über Kubismus und Surrealismus bis zu abstrakter Kunst. Je nachdem, woran sich die Kunstwerke stilistisch orientieren, ist das Museum mit fünf verschiedenen angeordneten Sälen ausgestattet.

Momentan schmückt eine Reihe berühmter Bilder von Picasso, Pollock, Kandinsky, Wahrhol die Ausstellungsräume. Während die Einzigartigkeit mannigfaltiger Plastiken die Besucher anlockt, beeinträchtigt das mangelnde Arrangement der raffinierten Exponate den Kunstgenuss und somit gleichsam die Schönheit und Attraktivität der Sammlung. Zum Beispiel befindet sich ein Kunstwerk von Fernandez in einem Glaskasten ganz am Ende eines Ganges an der Wand, das gar nicht zu sehen ist, es sei denn, ein Angestellter des Museums erzählt den Besuchern davon, aber leider verfügt es über keine kompetenten Angestellter, die einen in die Geheimnisse der Kunstwerke einweihen könnten.

Zudem gab es da weder entsprechende musikalische Untermalung noch adäquate Beleuchtung in den Räumlichkeiten der Ausstellung.Dennoch würde ich einen Besuch der Ausstellung allen Liebhabern moderner Kunst empfehlen.

Da es mich interessiert zu wissen, was für ein Gefühl Teppichknüpfer mit ihrem Handwerk vermitteln, würde ich mich über einen Besuch in einem Teppichmuseum sehr freuen.

Von Saeedeh Ghazi

Donnerstag, 25. November 2010

„Wehrpflicht, zu der keiner sich verpflichtet fühlt.“

Trotz anzunehmender Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht in vielen Ländern sind noch heute vor allem männliche Staatsbürger dazu verpflichtet, Wehrdienst zu leisten.

Wie viele Vorteile die allgemeine Wehrpflicht auch bieten mag –hierfür lassen sich folgende Beispiele anführen: Verteidigung der Heimat, Aufhebung gesellschaftlicher Unterschiede, Erwerb praktischer Kenntnisse usw.- die obligatorische Wehrpflicht wirkt sich auf Betroffene (laut Berichten) negativ aus: Der Wehrdienst stellt für sie eine seelische Belastung dar, es sei denn, sie erkennen hier –optimistisch betrachtet- ein ureigenes Interesse für sich.

Außerdem sollte man die Wehrpflicht nicht nur als Zeitverschwendung bezeichnen, sondern vielmehr als Verlust möglicher bzw. bestehender Karrierechancen.

In dieser Hinsicht entspricht es seinen persönlichen Fertigkeiten weitaus mehr, wenn die Möglichkeit besteht, auf eine Alternative zur allgemeinen Wehrpflicht auszuweichen, je nachdem, wofür man sich interessiert.

Das ist wie folgt zu verdeutlichen: In Deutschland können Wehrpflichtige Zivildienst anstatt des Wehrdiensts leisten, indem sie im sozialen Bereich (wie Betreuungsdienste) oder im Umweltschutz sogar in Form von handwerklichen Tätigkeiten dem Staat dienen.

Zivildienst (im Vergleich zu Wehrdienst) halte ich für zeitgemäßer und vielfältiger (und deswegen für zufriedenstellender) , denn meines Erachtens sollten Interessen von Dienstleistenden beim Beschluss von Gesetzen berücksichtigt werden, damit sie sich von dieser Verpflichtung erst Vorteile versprechen können.

Das Gleiche gilt hier jedoch meiner Ansicht nach für den Wehrdienst: Interessiert sich jemand für Kriegsdienst, werden seine Erwartungen beim Zivildienst enttäuscht.
Hierzulande gibt es dagegen keine Alternativen zur allgemeinen Wehrpflicht und der Verweigerungsfall wird als Strafdeliklt bezeichnet.

In Hinblick auf alle oben genannten Punkte vertrete ich die Auffassung, dass die Wehrpflicht aus freien Stücken auf sich genommen sollte, sowie es sich empfiehlt, dass die Dienstbereiche in Übereinstimmung mit Fähigkeiten von Wehrpflichtigen angeboten werden.

Mina