Samstag, 13. November 2010

Wehrdienst


Was einem bei dem Wort "Wehrpflicht" zuerst in den Sinn kommt, sind der Krieg und die jungen Männer, die als Soldaten eingezogen werden. Die allgemeine Wehrpflicht soll dazu dienen, das Land auf den Kriegsfall vorzubereiten und es gegen den Feind und Angreifer verteidigen zu können. Die Geschichte der Welt ist leider nicht hell und freundlich. Man kann die Tage ohne Krieg in der Welt an einer Hand abzählen. So ein kriegerisches Bild von der Welt führt zur Aufstellung von großen bewaffneten Armeen, die alle Streitkräfte der Staaten in sich vereinen. Ein Teil der genannten Streitkräfte besteht aus 18-jährigen Jungen, die der gesetzlichen Verpflichtung zum Wehrdienst nachkommen müssen.

Dieser Dienst kann auch als militärische Ausbildung bezeichnet werden, wo man seine persönlichen Fähigkeiten entwickeln kann. Außerdem hat man die Möglichkeit, die Zeit ohne gesellschaftliche Unterschiede einfach uniformiert mit anderen zu teilen. Den Erwerb praktischer Kenntnisse wie Orientierung, Selbstverteidigung usw. kann man ebenfalls als Vorteile der allgemeinen Wehrpflicht nennen. Aber es sollte nicht vergessen werden, dass sie nur dann vorteilhaft sind, wenn sie nicht zu seelischer Belastung führen. Die große weite Welt ist ein Lebensraum unterschiedlicher Menschen mit verschiedenen Eigenschaften und Fähigkeiten. Das macht die Welt schön und vielseitig. Warum sollte dann über eine solch mannigfaltige Welt nur ein festes Gesetz herrschen? Im Bereich des Wehrdiensts gibt es Alternativen zur allgemeinen Wehrpflicht, wie Berufsarmee und Zivildienst. In der Berufsarmee wählt man diese Tätigkeit freiwillig als Beruf. Dann wirkt sich der Wehrdienst nicht nachteilig aus. Man sieht ihn nicht mehr als Zeitverschwendung, weil man keine möglichen Karrierechancen verliert. Das ist eine Leistung mit Gegenleistung ohne finanzielle Einbußen. Das ist also wirklich eine gute Alternative zur allgemeinen Wehrpflicht. Der Zivildienst ist eine andere Alternative dazu. Das sind der Dienst und die Arbeiten, die ein junger Mann statt des Wehrdienstes macht. Pazifistisch eingestellte Soldaten und diejenigen, die nicht in der Armee dienen möchten, können Zivildienst leisten. Im Vergleich zum Wehrdienst birgt er keine seelische Belastung, keine Verletzungs- bzw. Lebensgefahr.

Diese Alternative finde ich zeitgemäßer. Aber das heißt nicht, dass man sich ein Land ohne Armee vorstellen kann. Ein Krieg kündigt sich nicht an. Die Gefahr ist immer da. Ein Land muss doch auf den Kriegsfall vorbereitet sein. Es gibt leider keinen Zustand, in dem es keine Gefahr für ein Land gibt. Also haben solche Alternativen neben einer großen kräftigen und gut ausgestatteten Armee Bedeutung. Das passt auch zu meinem Land Iran. Da Iran in einer besonderen politischen und geografischen Lage ist, muss es vielleicht immer mehr als andere Länder darauf vorbereitet sein, sich zu verteidigen.

Eine Welt ohne Krieg, ohne Armee und ohne Wehrdienst ist eine schöne Vorstellung von etwas, was alle gern haben möchen. Aber zur Erfüllung dieses Wunschs muss vieles in der Welt verändert werden.


Hellalleh

Ihre Anzeige "Katzenfreunde"


Sehr geehrte Damen und Herren,

in der "deutschen Zeitung" vom 21. September habe ich die Anzeige gelesen, die von den Katzenfreunden handelt.

Ich muss Ihnen sagen, dass ich mich über diese Anzeige wirklich freue. Das gefällt mir, dass es eine Network-Gruppe von Katzenliebhabern gibt.


Ich heiße Heli und bin 13 Jahre alt. Zurzeit habe ich 3 Katzen "Topol" , "Tala" und "Terme". Sie sind im Erdgeschoss unseres Hauses geboren. Nach der Geburt verließ sie ihre Mutter; vielleicht weil sie krank waren. Sie waren sehr klein und schwächlich. Ihre Augen waren noch geschlossen. Also wurden wir irgendwie dazu gezwungen, sie zu beschützen. Für mich war es erst nicht aus Interesse an ihnen, sondern nur aus humanitären Gründen. Ich hatte Angst vor ihnen. Aber im Laufe der Zeit verwandelte sich meine Angst in Liebe zu ihnen. Mein Tag beginnt und endet mit ihnen.


Einmal war eine meiner Katzen abwesend. Ich dachte, dass sie bis zum Abend wieder zu Hause wäre. Der Abend kam, aber die Katze kam nicht zurück. Ich machte mir große Sorgen um sie. Als ich sie nicht finden konnte, wurde ich sehr traurig. Ich fragte mich, wie ein Haustier etwas zum Essen finden kann, wo es geblieben ist. Inzwischen erinnerte ich mich an die Verwandte meiner Freundin. "Als meine Katze im Park verloren gegangen war", erzählte mir meine Freundin,"ging ich 2 oder 3 Tage in den Park und rief meine Katze". Damals dachte ich mir, dass sie wirklich zu viel Zeit übrig hätte. Das ist eine Katze. So sensibel sollte man nicht sein. Jetzt war ich in der gleichen Situation und solche Ratschläge halfen mir dabei nicht. Nach einem Tag, als ich nach Hause zurückkehrte, sah ich meine Katze, die wartend vor der Tür saß. Ich habe mich so sehr darüber gefreut, wie ich es bisher nicht gekannt hatte. Na ja, ich habe verstanden: Wenn man sich mit etw. Mühe gibt, spielen dabei normalerweise Gefühle eine große Rolle.


Ich möchte deshalb etwas mehr über "die Glocke", die Katzenfreunde-Gruppe, wissen. Was für eine Gruppe ist das? Was macht sie für die Katzen? Was hat sie am Donnerstag vor? Und am Wichtigsten, gibt es Altersgrenzen für die Mitarbeit bei dieser Gruppe?

Die Anzeige war sehr kurz und enthielt nur wenige Details. Ich freue mich auf Ihre Antwortmail.


Mit freundlichen Grüßen


Heli Ghazi

Wehrdienst!

In der Hoffnung, dass es K1 erspart bleibt!

"Der Parlamentarische Rat schrieb schon 1949 die Möglichkeit der Kriegsdienstverweigerung in das Grundgesetz. Die Bundeswehr wurde ab dem 12. November 1955 aufgestellt und die Wehrpflicht mit dem Inkrafttreten des Wehrpflichtgesetzes vom 21. Juli 1956 eingeführt" (Wikipedia).
Im Iran wurde die Wehrpflicht 1926 durch Reza Schah Pahlavi, Begründer der Pahlavi Dynastie, eingeführt. Es lässt sich, werfen wir einen Blick auf die Geschichte der Wehrpflicht, sagen, dass je zivilisierter eine Gesellschaft wurde, desto mehr Gedanken musste man sich über das Bürgertum und die dazu gehörenden Leistungen machen. Als die Zeit der Clane abgelaufen war und langsam die Vorstellung eines einheitlichen Landes auftrat, dürfte man auf die Idee einer Gruppe von Verteidigern eines Landes gekommen sein, die nicht aus den einem Fürsten oder einem anderen Adeligen Angehörigen, sondern den Mitgliedern einer modernen Gesellschaft bestehen sollten. Genau hier kann man über Vorteile der allgemeinen Wehrpflicht sprechen. Indessen der Staat die Leute unterstützt, indem er garantiert, dass die Gesetze eingehalten werden und die Leute untereinander friedlich leben können, soll sich jeder Bürger durch sein Engagement erkenntlich zeigen und mit einer Gegenleistung revanchieren.
Ist das alles oder gibt es Schattenseiten? In manchen Fällen wird der Wehrdienst zu einer Zeitverschwendung. Wenn man Maschinenbau studiert hat und für eine Weile etwas machen muss, das mit seinem Fach nichts zu tun hat, verliert man, die seelischen Belastungen einmal außer Acht gelassen, mögliche Karrierechancen und erleidet schwere finanzielle Einbußen.
Um den Problemen beizukommen, und zwar Verteidigung der Heimat und Gegenleistung der Bürger, finde ich manche Alternativen zur allgemeinen Wehrpflicht sinnvoll, z.B. Berufsarmeen, damit in einem vermutlich kommenden Krieg mindestens eine spezielle Gruppe vorbereitet ist, und Zivildienst, damit die Leute ihren Eigenschaften entsprechende Aufgaben finden und zugleich einschlägige Erfahrungen sammeln können. So finden sich in einer Armee oder einem Truppenverband nur diejenigen ein, die den Bedarf eines Landes in dieser Hinsicht decken.

Sonntag, 7. November 2010

Wehrdienst: Soll das ein Muss sein?


von Kayvan Soltani

In fast allen Ländern der Welt müssen die Jugendlichen, sobald sie ein bestimmtes Alter erreichen, ihren Wehrdienst ableisten. Aber soll das fraglos ein Muss sein oder einfach eine freie Wahl? Im Bezug auf diese  Frage sind die Vor- und Nachteile der Wehrpflicht zu bedenken.
Ich vertrete die Auffassung, dass der einzige Vorteil der Militärpflicht darin bestehet, dass die Jugendlichen sich einige Fertigkeiten erwerben und lernen, wie sie sich in schwierigen Situationen zu verhalten haben. Diesem Vorteil kann ich jedoch nur teilweise zustimmen, denn höchstens 2 Monate reichen für diesen Zweck aus, während der Wehrdienst in vielen Ländern mehr als ein Jahr dauert. Meines Erachtens sollte man berücksichtigen, dass, die Jugendlichen im Verlauf dieser Zeit Vieles für ihr Leben tun könnten, wenn sie den Militärdienst nicht leisten müssten. Aus diesem Grund halte ich die Wehrpflicht für eine große Zeitverschwendung beziehungsweise einen großen Nachteil.
Glücklicherweise gibt es in manchen Ländern Alternativen zur allgemeinen Wehrpflicht, und zwar Dienste, die ein Kriegsdienstverweigerer anstelle des Wehrdienstes leistet. Ich bin der Ansicht, dass solche Alternativen viel besser als der Wehrdienst sind, denn man kann damit etwas für die Gesellschaft machen sich und gleichzeitig neue, besonders praktische Fähigkeiten aneignen. Ich halte diese Form des Wehrdienstes für zeitgemäß, denn die Rolle von Experten in verschiedenen Gebieten der Wissenschaft ist heutzutage entscheidender als die Rolle von Soldaten. Daher ist es erforderlich, dass die Länder sich auf die Entwicklung solch eines Vermögens konzentrieren. Im Gegensatz zu diesen Ländern bieten einige Regierungen, wie die Regierung im Iran, überhaupt keine Auswahlmöglichkeiten.
Im Iran müssen alle Jugendlichen, die über 18 Jahre alt sind, ihren Militärdienst ableisten, es sei denn, sie wollen ihr Studium fortsetzen. Der größte Nachteil des Wehrdienstes Im Iran besteht darin, dass die Rekruten in einer anderen Stadt als ihrer Heimatstadt die Wehrpflicht absolvieren müssen. Außerdem dürfen sie nicht vor der Ableistung das Land verlassen und es ist ihnen unmöglich, bei einer staatlichen Firma angestellt zu werden.
Abschließend würde ich sagen, ich bin der Ansicht, dass die Nachteile des Wehrdienstes die Vorteile überwiegen. Deswegen halte ich ihn für etwas Entbehrliches. Wenn Länder an der Wehrpflicht festhalten wollen, ist es besser, wenn sie Auswahlmöglichkeiten zur Militärpflicht bieten. Auf diese Weise kann jeder das auswählen, was zu ihm passt.